Unsere Projekte in Namibia

Hintergrund

Armut und Unterernährung

Das beliebte Reiseland Namibia steht weltweit an der Spitze der Länder, die am stärksten von Unterernährung betroffen sind und in denen die Kluft zwischen Arm und Reich am stärksten ausgeprägt ist. Die Folgen der Klimaveränderungen sind deutlich spürbar: Anhaltende Dürren verschärfen die ohnehin schwierige Situation in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft.

Nach der Jahrhundertdürre in 2019 wurden im April 2021 weite Teile der Ernte im ländlichen Nordnamibia von einer Heuschreckenplage vernichtet.   

HIV/AIDS & Waisenkrise

Namibia gehört zu den Ländern mit der höchsten HIV-Prävalenz der Welt. Rund 13 Prozent der namibischen Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren sind nach offiziellen Angaben Halb- oder Vollwaisen – die meisten infolge der Immunschwächekrankheit.

Die meisten Waisen und „vulnerable children“ leben in ihrer erweiterten Großfamilie – vor allem bei den Großmüttern auf dem Land. Deren Hirsefeld und kleine staatliche Altersrente stellt die wichtigste Versorgungsgrundlage für die Kinder dar.

Nur ein Viertel aller Kinder lebt mit beiden leiblichen Eltern. Viele Kinder, die zwar Eltern haben, sind aufgrund von Armut, Krankheit, Alkoholismus, Abwesenheit der Eltern (oder anderer Erziehungsberechtigter) unterversorgt. Nach offiziellen Schätzungen gibt es mehr als 7.000 Kinderhaushalte im Land.

Lokale Hilfsinitiativen

In den städtischen und ländlichen Armutsregionen haben vor allem Frauen Hilfsprojekte für Kinder gegründet. Pallium unterstützt solche Initiativen finanziell und beratend.